Das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung hat 1999 seine Arbeit aufgenommen und Ende 2001 seinen permanenten Sitz im Advokatenweg 36 in Halle an der Saale bezogen. Untersucht werden sich wandelnde Werte und Normen sowie gegenwärtige Lebensbedingungen und Konflikte in postsozialistischen und postkolonialen Zusammenhängen. Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf Themen, die auch oft im Mittelpunkt aktueller politischer Debatten stehen, wie z.B. Ethnizität und Identität, Konfliktmanagement, Religion und Zivilgesellschaft, unterschiedliche rechtliche Ansätze zu natürlichem Ressourcenmanagement, transnationale Migration sowie der Wandel der Bedeutung und Rolle des Staates als soziales Sicherungssystem im Vergleich zur Familie.
Forschungsleitend ist die vergleichende Untersuchung gegenwärtiger sozialer Wandlungsprozesse. Das Institut will damit auch einen Beitrag zur ethnologischen Theoriebildung leisten. Forschungsaufenthalte sind fester Bestandteil fast aller Forschungsprojekte und ermöglichen eine genaue Beobachtung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse.
Über 100 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Ländern sind am Institut tätig. Das Institut ist in folgende Forschungsbereiche gegliedert: die Abteilung I "Integration und Konflikt" (G. Schlee), die Abteilung II (C. Hann), die Projektgruppe Rechtspluralismus (F. und K. von Benda-Beckmann), das Sibirienzentrum (C. Hann und G. Schlee) sowie die Max Planck Fellow Group LOST (R. Rottenburg). Die Bibliothek, Forschungskoordination, IT-Abteilung und Verwaltung unterstützen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in ihren Forschungsvorhaben. Das Institut hat ein eigenes Gästehaus und organisiert regelmäßig Seminare und internationale Konferenzen zu ausgewählten Themen.
Die unmittelbare Nähe zweier namhafter Universitäten mit ethnologischen Instituten sowie weiterer Forschungseinrichtungen bietet exzellente Möglichkeiten für einen regen wissenschaftlichen Austausch:
Seminar für Ethnologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Ethnologie der Universität Leipzig
Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg