Neue Technologien in der Tundra

Neue Technologien in der Tundra: High-Tech-Geräte, Raumwahrnehmung und Raumorientierung der nomadischen und sesshaften Bevölkerung in der russischen Arktis

Teilprojekt E8 im DFG-Sonderforschungsbereich SFB 586 “Differenz und Integration”

Projektlaufzeit: 15.07.2008 – 14.07.2012

Projektleiter: Günther Schlee
Projektbearbeiter: Kirill Istomin

Dieses Projekt baute auf das Projekt der zweiten Phase des SFB (B6) auf. Als Ergebnis des Projekts B6 kann konstatiert werden, dass Raumwahrnehmung und Raumorientierung Produkte eines kognitiven Systems sind, welches neben dem Intellekt einer oder mehrer menschlicher Personen auch andere Lebewesen und Dinge, beispielsweise Transportmittel, Gerätschaften, Rentiere usw., einschließt. Die Formen der Raumwahrnehmung und Orientierung, die verschiedenen Gruppen der Tundra zueigen sind, beruhen darauf, dass die Angehörigen dieser Gruppen in unterschiedliche kognitive Systeme eingebunden sind. Diese Systeme wiederum führen zu Unterschieden in den räumlichen Aspekten menschlicher Verhaltensmuster. Im Folgeprojekt sollte die Dynamik dieser kognitiven Systeme und der Einfluss ihrer Veränderungen auf die Sozialsphäre untersucht werden. Untersuchungsgegenstand dieses Projekts war die Veränderung der Raumwahrnehmung, Orientierung und Landnutzung verschiedener Gruppen, die zwei Tundraregionen beiderseits des Nordurals bewohnen, infolge der Einführung von Satelliten- und Mobiltelefonen sowie GPS.

Projektwebseite: http://www.nomadsed.de/projekte/projekte-2008-2012/teilprojekt-e8

 
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