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Am Mittwoch, 28. Oktober 2020, um 14 Uhr stellt die Max-Planck-Forschungsinitiative zu Migration, Integration und Exklusion ihre Forschungsergebnisse der letzten drei Jahre vor, die sich mit der Reaktion und den Effekten in Deutschland und Europa auf die starke Zunahme der Asylanträge in den Jahren 2015/2016 beschäftigt hat. mehr

Klimakrise, Kriege und Armut lassen vielen Menschen keine Wahl – vor Gewalt und Hunger fliehen sie nach Europa. Doch die Flucht selbst ist oft lebensgefährlich. Beim 78. Zeit-Forum Wissenschaft ist Günther Schlee gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten der Frage nachgegangen, wie Migration humaner gestaltet werden kann. mehr

Sally Engle Merry (1944–2020)

29. September 2020

Die Kolleg*innen des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung möchten ihre tiefe Trauer und Anteilnahme anlässlich des Todes von Sally Engle Merry ausdrücken. mehr

20 Kommentare zur Pandemie 2020

11. September 2020

Während des Lockdowns und danach widmeten sich Chris Hann und Kolleg*innen in einer Reihe von Blogbeiträgen der Corona-Pandemie und ihren Folgen. Die 20 Texte, die von Mitgliedern des REALEURASIA-Projekts und Kolleg*innen aus aller Welt verfasst wurden, beleuchten aus ethnologischer Sicht aktuelle Entwicklungen in verschiedenen Ländern Eurasiens und erläutern die politischen und historischen Hintergründe. mehr

In loser Reihenfolge veröffentlichen wir an dieser Stelle Interviews mit Alumni des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung. Wir wollen wissen, wo sie leben und arbeiten, woran sie forschen und welche Rolle die Zeit am MPI für sie heute noch spielt. Und sie erzählen uns, welchen Rat sie ihren Studieren mit auf den Weg geben und welches Buch sie in letzter Zeit beeindruckt hat. mehr

In einem ganzseitigen Artikel erweitert Carolin Görzig David Rapoports Modell der Entwicklung des modernen Terrorismus in vier Wellen. Während individuelle Lebensläufe sehr divergieren und kaum belastbare Schlüsse auf die Entwicklung des Terrorismus zulassen, verspricht eine Generationen-Analyse sehr viel aussagekräftigere Erkenntnisse. Dabei lässt sich beobachten, dass Ideologien und Feindbilder offensichtlich jeweils an die übernächste Generation weitergegeben werden. Terrorgruppen lernen aber nicht nur den Einsatz von Gewalt. Die nordirische IRA und die ägyptische Gamaa Islamiya haben zum Beispiel erkannt, dass es sich lohnt, der Gewalt abzuschwören und politische Wege zu suchen, um ihren Interessen Gehör zu verschaffen. mehr

Jeder Mensch kann wohnungslos werden. Gründe dafür gibt es viele: persönliche Schicksalsschläge, Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen. Schätzungen zufolge hat sich die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Luisa Schneider spricht in dieser Sendung der Reihe Campus Talks auf ARD-alpha über ihre ethnologische Langzeitstudie mit Wohnungslosen in Leipzig und erklärt, warum viele Menschen Schwierigkeiten haben, die staatlichen Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. mehr

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie geben wir uns nicht mehr die Hand. Was verändert sich dadurch im sozialen Leben und woher kommt diese Geste der Begrüßung überhaupt? Ursula Rao beantwortet in diesem Beitrag des ZDF Fragen nach den Ursprüngen, der Bedeutung und der Zukunft des Händeschüttelns. mehr

Seit April 2020 ist Ursula Rao Direktorin der neuen Abteilung „Ethnologie, Politik und Governance“ am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle. Sie vollzieht zum 1. September den vollständigen Wechsel von der Universität Leipzig, wo sie acht Jahre (2012-2020) das Institut für Ethnologie geleitet hat.
Ebenfalls im April 2020 hat Biao Xiang den Ruf zum Direktor am MPI angenommen. Xiang wird die neue Abteilung „Anthropologie der wirtschaftlichen Experimente“ leiten. Während des Übergangs von seiner Stelle als Professor für Sozialanthropologie an der Universität Oxford ist er am MPI zunächst auf Teilzeitbasis tätig. Ab September 2021 wird er seine Abteilung dann in Vollzeit leiten. mehr

Anfang März war ein kritischer Wendepunkt im Selbstverständnis vieler Europäerinnen und Europäer. Die mediale Verbreitung dramatischer Szenen aus hoffnungslos überfüllten Krankenhäusern in Norditalien, verzweifelte Aufrufe von Krankenhauspersonal und Bilder überfüllter Leichenwägen führte zur kollektiven Einsicht, dass wir uns inmitten einer Pandemie befanden. Das mysteriöse neue Corona Virus und der damit verbundene gesellschaftliche Lockdown ließen sich nicht mehr wie in den Monaten zuvor auf das weit entfernte China reduzieren. Mit der Verbreitung der Bilder aus Italien verankerte sich in den Köpfen vieler Menschen das Bewusstsein, dass Covid-19 bereits mitten unter uns war und dass es eine größere Bedrohung darstellte als eine vorübergehende Grippewelle. Mit dieser Einsicht ging es Schlag auf Schlag. In beispielloser Geschwindigkeit wurden das öffentliche und wirtschaftliche Leben heruntergefahren, Grenzen geschlossen und die Bewegungsfreiheit auf ein Minimum eingeschränkt. Plötzlich konnte vieles, was soeben noch Teil des Selbstverständnisses vieler Bürgerinnen und Bürger liberaler Demokratien gewesen war, nicht mehr als gegeben hingenommen werden. Selbst simple Formen der Alltagsmobilität wie die Ausübung der Arbeit, die Fahrt dorthin in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkäufe oder der Besuch bei Bekannten und Familie waren auf einmal mit komplexen bürokratischen und moralischen Einschränkungen behaftet. mehr

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