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Die Corona-Krise trifft nicht alle Menschen in gleichem Maße. Darüber besteht große Einigkeit. Aber wie genau marginalisierte Gruppen die Pandemie er- und überleben und welche Konsequenzen für sie die Kontaktbeschränkungen haben, davon weiß man wenig. Luisa Schneider aus der Abteilung ‚Recht & Ethnologie‘ am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung ist nahe dran an wohnungslosen Menschen, deren Alltag sie seit 14 Monaten genau beobachtet. Ihre Erfahrung mit der Ebola-Epidemie in Westafrika hat dazu beigetragen, die Versorgung und den Schutz obdachloser Menschen in Leipzig in der Krise aufrechtzuerhalten und neue Hilfsangebote zu entwickeln. mehr

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind überall zu spüren. Sie beeinflussen Natur, Gesellschaft, Wirtschaft und – auch die Sprache. Denn auf der Suche nach passenden Ausdruckformen für das globalen Infektionsgeschehen werden immer wieder dieselben Metaphern bemüht: Die Krise wirke wie ein „Brennglas“, sie sei ein „Entwicklungsbad“ manchmal werden ihr sogar die Eigenschaften eines „Brandbeschleunigers“ zugeschrieben. Diese Sprachbilder sollen vor allem eines zeigen: Dass seit dem Auftauchen des Virus etwas sichtbar ist, was vorher viel weniger klar zu erkennen war. Aber was genau ist das? Wie verändert das Virus unseren Blick auf die Welt und was sehen wir jetzt plötzlich so deutlich? Für diese Fragen sind Ethnologen ausgewiesene Spezialisten. Denn sie können eines ganz besonders gut: Genau hinschauen und beschreiben, was sie gesehen haben. In den beiden Blogs des MPI sind in den letzten Wochen zahlreiche Texte zur aktuellen Krise erschienen. mehr

Ein von der EU finanziertes Projekt mit dem Titel „Vulnerabilities under the Global Protection Regime: How Does the Law Assess, Address, Shape and Produce the Vulnerabilities of the Protection Seekers?” (VULNER) hat am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung (MPI) begonnen. VULNER wird vom EU-Programm „Horizont 2020“ und dem kanadischen Forschungsrat SSHRC/CRSH finanziert und hat ein Budget von 3,2 Millionen Euro für drei Jahre. VULNER verbindet die Analyse der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für Migration mit empirischen Fallstudien und untersucht, wie neun Staaten in Europa, Nordamerika, Afrika und dem Nahen Osten mit der Schutzbedürftigkeit von Migranten umgehen. mehr

Am 19. und 20. Februar 2020 fand am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung (MPI) der Kick-Off-Workshop für das EU-Forschungsprojekt VULNER statt. Die Diskussionen während des Workshops drehten sich in erster Linie um die Methoden und Konzepte, die für die Umsetzungsphase des Projekts von Bedeutung sind. mehr

Am 12. März 2020 hat der Krisenstab des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung folgende Maßnahmen beschlossen, die zunächst bis 30. April 2020 in Kraft bleiben. mehr

Vom 11. bis 13. Dezember 2019 fand am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung (MPI) eine Konferenz mit dem Titel „Work, Ethics and Freedom“ statt. Ethnologen, Soziologen und Juristen untersuchten meist anhand von Fallstudien, welche Tätigkeiten heute als Arbeit anerkannt sind und welche rationalen, emotionalen, moralischen und manchmal sogar spirituellen Dimensionen Arbeit in unterschiedlichen Kontexten hat. Es war die erste Konferenz des Max-Cam Centers („Max Planck – Cambridge Centre for Ethics, Economy and Social Change, MAX–CAM“). mehr

Günther Schlee, Direktor emeritus am MPI für ethnologische Forschung, hat am 11.2.2020 eine Professur für Sozialanthropologie, gefördert vom UNDP (United Nations Development Program), an der Universtät Arba Minch, Äthiopien, angetreten. mehr

PD Dr. Kirsten Endres, Forschungsgruppenleiterin in der Abteilung ‚Resilienz und Transformation in Eurasien’ am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wurde zur Außerplanmäßigen Professorin (apl. Prof.) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ernannt. Die MLU würdigte damit die langjährigen Leistungen von Kirsten Endres in Forschung und Lehre. mehr

Am 21. und 22. November 2019 veranstaltete das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung den Workshop "Is Terrorist Learning Different?", organisiert von Carolin Görzig, Leiterin der Max-Planck-Forschungsgruppe "How 'Terrorists' Learn", und den Postdocs Imad Alsoos, Michael Fürstenberg und Florian Köhler. ExpertInnen aus Europa, Tunesien, Mexiko, den USA und Indien diskutierten, ob es charakteristische Merkmale von Terrorgruppen und deren Mitgliedern gibt, wie gruppeninterne Dynamiken und Einflüsse aus dem Umfeld ihre Lernprozesse prägen und in welcher Weise unterschiedliche Formen von Lernen den Erfolg oder Misserfolg von Terrorgruppen erklären. Die Keynote Speech von Günther Schlee, einem der beiden Gründungsdirektoren des Instituts, lud unter dem Titel "Studying Evil" die TeilnehmerInnen dazu ein, die Möglichkeiten und Grenzen der Erforschung des Lernens von Terrorgruppen sowie die damit verbundenen ethischen Probleme zu reflektieren. mehr

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