Umweltrechte im Kulturellen Kontext

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Forschungsskizze

Verfassungen und Gesetze zahlreicher Länder weltweit haben Umweltschutz mit subjektiven Rechten verknüpft, indem sie individuelle oder kollektive Verkörperungen eines Rechts auf eine gesunde Umwelt gewähren. Ähnliche Garantien finden sich in einer Reihe internationaler Dokumente. Derartige Umweltrechte werden normalerweise dem Menschen eingeräumt, zuweilen indes auch der Natur selbst (sog. Erdrechte oder Eigenrechte der Natur), wodurch Menschen die Rolle von Treuhändern zukommt. Mit der Durchführung ausgewählter Fallstudien soll das Projekt „Umweltrechte im kulturellen Kontext“ dazu dienen herauszufinden, inwiefern Umweltrechte gegenüber Herausforderungen lokaler kultureller Identität und Autonomie durch den Klimawandel, schädliche wirtschaftliche Aktivitäten, sog. „land grabbing“, etc. Schutz gewähren und Resilienz vermitteln. Zugleich werden die Notwendigkeit wirtschaftlicher Entwicklung und Prosperität sowie sich daraus im Verhältnis zu Umweltbelangen ergebende Spannungen gesehen. Die Forschung im Projekt soll zeigen, inwieweit Umweltrechte einerseits als Fundamentalnormen ein starkes Schutzinstrument verkörpern und andererseits flexibel genug sind, um lokale Gemeinschaften bei der Anpassung an sich verändernde Umstände zu unterstützen. 
Link zur Forschungsskizze (PDF)

News

Prof. Dr. Dirk Hanschel, Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht am Juristischen Bereich der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), ist von der Max-Planck-Gesellschaft in München für fünf Jahre zum Max-Planck-Fellow berufen worden. Verbunden damit ist eine Forschungsförderung von bis zu 500.000 Euro für das Programm „Environmental Rights in Cultural Context“, das Hanschel in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für ethnologische Forschung Halle ab Januar 2019 umsetzen wird. mehr
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