Arne Harms

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Forschungsinteressen
Umweltanthropologie – Anthropologie der Ethik – Wissenschafts- und Technikforschung (STS) – Katastrophenforschung

Forschungsgebiete
Ostindien
Indischer Himalaya
Europa

Abteilungsaktivitäten
Arbeitsgruppe: Gelebte Utopien
Forschungsthema: Ökologische Transformationen

Profil

Im Mittelpunkt von Arne Harms‘ Forschungen stehen Natur und die vielfältige Verwobenheit der Menschen in materielle Umwelten. Gegenwärtig geht er dies in drei Problemlagen an.

Erstens untersucht Arne Harms, wie Akteure Selbsttechniken nutzen, um grünere, von Umweltverantwortung geprägte Leben zu leben. Die Neuausrichtung von Alltagspraktiken erscheint heute vielen essentieller Element, Umweltzerstörung abzumildern oder gar umzukehren. Hier interessieren ihn insbesondere Ideen und Praktiken der Reform des Selbst und wie diese als alltäglicher Aktivismus sowie als Artikulation ethischer Bemühungen für Verantwortung und Gerechtigkeit auf einem verwundeten Planeten verfolgt werden.

Zweitens beschäftigt er sich mit der Nutzung und Umnutzung von Wäldern im indischen Himalaya als Kohlenstoffsenken. Er untersucht wie neoliberale Praktiken im Kontext von marktbasiertem Umweltschutz durch involvierte Akteure auf allen Ebenen übersetzt, angeeignet und verändert werden. Seine Forschung trägt damit zu Debatten um Finanzialisierung von sogenannten Umweltdienstleistungen, Klimawandelvermeidung, sowie um Quantifizierung und Infrastrukturierung von Natur bei.

Drittens forscht Arne Harms zur Veränderung von Küstengebieten vor dem Hintergrund von Urbanisierung und ansteigendem Meeresspiegel. Er verknüpft Ansätze aus der politischen Ökologie und der Infrastrukturforschung um zu verstehen, wie sich intensivierende ökologische und ökonomische Krisen, Globalisierung und mehr-als-menschliche Verschränkungen das Leben an der Küste verändern. Diesem Interesse verfolgt er unter anderem als Lead des Projekts Coastal Infrastructures, das Teil der DFG finanzierten Shaping Asia Initiative ist.

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